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Als der Bürgermeister von Detmold mein Briefträger wurde

Das ist eine waaahnsinnig ulkige Geschichte. Leider ist sie etwas kompliziert und verworren, ich muss daf?r weit ausholen. Hoffentlich kann ich die Story einigerma?en verst?ndlich r?berbringen?

Also, alles begann, als kurz vor Weihnachten eine Freundin meiner Mutter bei uns klingelte. Sie hatte beim Ausmisten ihres B?cherschranks eine bebilderte Festschrift zum zehnj?hrigen Bestehen der Detmolder Gleichstellungsstelle aus dem Jahre 1996 gefunden. Darin war auf dem Knick zwischen Seite 30 und 31 ein Foto abgedruckt, das eine Demonstration von f?nf zornigen Damen ? mit Protestschildern bewaffnet ? f?r eine Gleichstellungsstelle in der Stadtverwaltung Detmold zeigte. Ebenfalls dabei waren mein Vater und ich, damals h?chstens zwei Jahre alt. Weil sie uns das Bild zeigen wollte, hatte Mamas Bekannte uns das Buch vorbeigebracht. Ich wollte das Bild unbedingt haben. Da es aber auf den Knick gedruckt war, konnte man es nicht ausschneiden oder kopieren. Also rief ich bei der Stadtverwaltung an und lie? mich mit der Gleichstellungsbeauftragten, Frau Homeyer, verbinden. Ich fragte sie, ob es eine M?glichkeit g?be, an das Bild zu kommen, woraufhin sie meinte, ich k?nnte vorbeikommen und im Archiv nachschauen, vielleicht w?rde ich das Bild ja finden. Also ging ich am n?chsten Tag zum Rathaus zu Frau Homeyer. Sie gab mir einen Pappkarton. ?Unser Archiv?, sagte sie lachend. Ich suchte mir das Bild raus und noch ein paar andere, auf denen ich zu sehen war und lieh sie mir aus. Dann ging ich zum Fotogesch?ft und bestellte ein paar Kopien von den Bildern. Das dauerte eine Woche. Dann holte ich die Bilder ab. Die Originale mussten aber wieder zur?ck ins Archiv von Frau Homeyer, also ging ich wieder zum Rathaus. Allerdings war es Freitag und es war auch schon fast vier, also war das Rathaus bereits abgeschlossen. Denn Freitag nach eins macht jeder seins. Als ich gerade wieder umkehren wollte, kam mir der B?rgermeister entgegen. Er hatte gesehen, dass ich vergeblich am Rathaustor ger?ttelt hatte und fragte freundlich, ob er mir helfen k?nne.

---Achtung, erst jetzt beginnt die eigentliche Geschichte---
Ich war reichlich verwirrt, pl?tzlich vor dem B?rgermeister zu stehen. ?Ja?, stammelte ich, ?diese Bilder hier m?ssten zu Frau Homeyer.? ? ?Geben Sie her?, meinte der B?rgermeister, ?die sehe ich eh am Montag.? Ich gab ihm die Bilder, die in einem Umschlag steckten. ?Vielleicht sollte ich noch draufschreiben, dass die Bilder f?r Frau Homeyer sind?, ?berlegte ich laut. Also gab der B?rgermeister mir die Bilder zur?ck. Ich schrieb im Stehen und mit zitternder Hand ? ?z.Hd. Frau Ho? drauf, dann wusste ich nicht mehr weiter und fragte den B?rgermeister: ?Schreibt man Hohmeyer mit h??? ?Ja, mit h?, antwortete er knapp und trat auf das andere Bein. Sein Blick schweifte in die Ferne. Es schien ihn zu fr?steln, denn er fing an, sich den Unterarm zu reiben. Ich schrieb also ?z.Hd. Frau Hohmeyer? auf den Umschlag und gab ihn dem B?rgermeister. ?Ach so, in der Mitte ohne h?, sagte er nachdenklich, als er den bekrickelten Umschlag sah. Aber er nahm ihn mit und ich w?nschte ihm ein sch?nes Wochenende.

War mir auch klar, dass man Homeyer vorne mit h schreibt. Wahrscheinlich hielt der B?rgermeister mich f?r einen Trottel?
15.1.06 17:35
 


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