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Als ich gestern von der Uni nach hause ging,

kam mir ein fr?hlich pfeifender Student auf seinem Fahrrad entgegen, er fuhr freih?ndig und nicht besonders schnell. Pl?tzlich bremste neben ihm ein Polizeiauto und eine scharfe Stimme schrie: ?H?nde an den Lenker!? Der arme Student erschreckte sich so derma?en, dass er strauchelte und gegen den Zaun eines katholischen Kindergartens knallte. H?tten die bl?den Polizisten ihn doch in Ruhe gelassen, dann w?re das alles nicht passiert!

Schon immer war ich mir sicher, dass Polizisten oftmals mehr Schaden anrichten als sie verhindern. Nein, ich kann nicht sagen, dass ich ein gutes Verh?ltnis zur Polizei habe. Andere f?hlen sich sicher, wenn ein Wachtmeister anwesend ich, mich ?berkommt dann immer ein mulmiges Gef?hl. Ich habe eben schlechte Erfahrungen mit der Polizei.

Als wir 10 Jahre alt und neu auf dem Gymnasium waren, schlenderten Lorenz und ich einmal, an einem wunderbar warmen Fr?hlingstag, fr?hlich von der Schule nach hause. Wir freuten uns am Wetter und an den Eichh?rnchen, die auf der Stra?e herumtollten, dazu a?en wir Eis mit zwei Kugeln Stratziatella. Da kam uns ein Schutzmann auf seinem Fahrrad entgegen. Lorenz l?ftete seine M?tze und sagte freundlich ?Hallo, Herr Bulle.? Der Schutzmann, der f?rchterlich schwitzte, sprang sofort vom Rad und auf Lorenz zu. ?Hast du mich gerade Bulle genannt??, fragte er. ?Ja?, antwortete Lorenz wahrheitsgem??. ?Aha. Wie hei?t du??, fragte der Polizist grimmig und z?ckte sein Notizbuch. ?Lorenz?, sagte Lorenz. ? ?Und mit Vornamen?? ? ?Lorenz?, sagte Lorenz. ?Also Lorenz Lorenz?? ? ?Nein, das ist nicht korrekt?, meinte Lorenz nachdenklich. Da zog der Polizist Lorenz am Ohr und fragte, ob er ihn f?r dumm verkaufen wolle.

Mit 15 wurden Andy und ich von zwei Gesetzesh?tern verhaftet, weil wir nachts, zu zweit, betrunken, ohne Helm und mit einem D?ner in der Hand auf Andys Mofa in der Stadt herumgefahren waren und Krach gemacht hatten. Au?erdem hatte Andy das Nummernschild von Dennis? Mofa an seine geschraubt, um die Versicherung zu sparen. Die Polizisten leuchteten uns mit ihren Taschenlampen ins Gesicht und sagten andauernd ?das ist bitter, ganz bitter.? Andy musste pusten und merkte schnell, dass er besser nicht gesagt h?tte, dass er gar nichts getrunken h?tte. Gl?cklicherweise waren die Polizisten einigerma?en gn?dig und zeigten Andy lediglich wegen Versicherungsbetrug an. Dass wir betrunken, ohne Helm, zu zweit und mit D?ner rumgeheizt waren, lie?en sie weg.

Bei einer Anti-Castor-Demo in Ahaus hatte ich mich mal auf die Sto?stange eines Polizei-Bullis gestellt, um einen besseren ?berblick zu haben. ?Kein Castor in Sicht?, meldete ich meinen Freunden, die ich hinter mir w?hnte. ?Sch?n?, sagte eine tiefe Bullenstimme, ?und jetzt komm runter da, du Strolch.? Ich hatte ihn irgendwie nicht kommen sehen. Er lie? mich laufen, ich musste nur die Sto?stange abwischen, die ich mit meinen Gummistiefeln schmutzig gemacht hatte.

Einmal bekam ich sogar einen Platzverweis. Bei einer Anti-Nazi-Demo in K?ln-Kalk waren wir nichts ahnend dem Demonstrationszug gefolgt, dessen Anf?hrer allerdings nicht ? wie mit der Polizei abgesprochen ? von den Nazis weg, sondern auf die Nazis zu marschierten. Die Polizei kesselte uns in einer Seitenstra?e ein und wir verpassten die Bundesliga. Stundenlang mussten wir im Regen stehen und frieren. ?Schei? Bullen, wir haben Durst?, schrie ein freundlicher Punk. ?Wir sind keine Unmenschen?, sprachen die Polizisten durchs Megafon und reichten uns ein paar Kisten Wasser r?ber. Ich glaube aber, der Punk hatte was anderes gemeint. Nach drei Stunden im Kessel kam ich endlich frei, vorher wurden allerdings meine Personalien aufgenommen und ich penibel abgetastet. ?Herr Stanislawski, hiermit erteile ich Ihnen einen Platzverweis f?r K?ln-Kalk?, sagte man mir zum Schluss. Ob die Polizisten wohl ?Voll Normal? gesehen hatten?
15.1.06 14:22
 


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