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Ossendorf-Ode

Heute Morgen ging ich in Ossendorf spazieren. Pl?tzlich, an einer Kreuzung, wurde ich von einer Stra?enbahn nass gespritzt. ?Hoppla?, dachte ich, ?das ist aber mal was neues.?
Normalerweise wird man ja von Autos, die durch Pf?tzen sch?sseln, nass gemacht. Dieses Mal war es die Stra?enbahn, die durch die Wasserlache furchte wie ein Wasserski-Fahrer. Kein gro?es Ding, mag man jetzt sagen, ob Auto oder Stra?enbahn ist doch v?llig egal, nass ist nass. Trotzdem, ich bin immer ?berrascht, wenn Sachen passieren, die man eigentlich von anderen Menschen (oder Dingen) erwartet. Wenn zum Beispiel der Bo-Frost-Mann versucht, mir Wein zu verkaufen oder ich meine Weihnachtspakete in einer ?nderungsschneiderei aufgeben muss, weil dort jetzt die Post-Filiale ist, dann bin ich doch verwundert. Dann zweifele ich daran, ob ich mit diesem st?ndigen Wandel, den meine Umgebung anscheinend durchl?uft, ?berhaupt noch mithalten kann.
Aber ich kann gut verstehen, warum der Stra?enbahnfahrer mich nass spritzen wollte. Seine Linie 5 f?hrt zum Knast. Au?erdem ist Ossendorf wirklich scheu?lich, ein architektonischer Griff in die Sch?ssel. Es ?berkommt einen sicherlich immer eine bet?ubende Melancholie, wenn man dahin fahren muss. Dann findet man geistige Befriedigung und Mu?e wohl h?chstens noch am Leid anderer Menschen. Ich sage Jesus-m??ig: ?Hey, Stra?enbahnfahrer, ich verstehe dich. Ich reiche dir die Hand zur Vers?hnung!?
Neben dem Knast in Ossendorf stehen ganz normale Wohnh?user. Wenn die Menschen dort in ihren G?rten grillen, dann sehen sie immer auf diese Draht umwickelten Gef?ngnismauern. Aber diese Menschen haben Recht: es gibt sicherlich keine sicherere Wohngegend als die direkt neben dem Knast. Einbrecher sind bestimmt abergl?ubisch und meiden solche Gegenden. Fischer k?nnen ja auch selten schwimmen. Und die Gefoulten schie?en Elfmeter ja auch nie selber. Und beim Schnick-Schnack-Schnuck nimmt man ja auch nie zweimal hintereinander ?Schere?. Gut, die Beispiele hinken, aber ich glaube trotzdem an die Theorie mit der sichersten Wohngegend.
15.2.06 17:38


Nippel-News

Heute Morgen wollte ich Badewasser einlaufen lassen. Als ich den Hahn anstellte, war leider dieser Dusch-Nippel noch oben, also auf Dusche gestellt, und so kam das Wasser aus dem Duschkopf und nicht aus dem Hahn. Ich wurde ganz nass. Nat?rlich habe ich keine Ahnung, ob dieses Ding wirklich Nippel hei?t. Es k?nnte auch D?del hei?en, aber das klingt ja auch nicht weniger wie eine Genitalteil-Verniedlichung. Ich glaube, es hei?t Nippel. Als n?mlich mal der Klempner bei mir war, um die Sp?le anzumontieren, hat er sp?ter in die Auftragsbest?tigung ?Becken mittels Nippel abwasserseitig angedr?ckt? geschrieben.

Sp?le anbauen kann ich nicht. Ansonsten bin ich ganz gut im Heimwerken. Das war nicht immer so. Meine Mama hatte fr?her immer Angst, dass ich mit meinen unbegabten H?nden nie in der Lage sein w?rde, auch nur einen Nagel gerade rein zu hauen und daher bestimmt niemals ne Frau abkriegen w?rde. Also hat sie mich mal zu einem D?bel-Kurs angemeldet. Seitdem habe ich eine 800 Watt-Schlaghammerbohrmaschine und kann Ansatz-Spreizd?bel von der Seite setzen. Ich bin so gut darin, dass ich selbst kleine Apothekenkalender immer mit einer Achter-Schraube an der Wand fest d?bele. Meine weiblichen Mitmenschen hat das bisher wenig beeindruckt. Stattdessen darf ich meinen schwulen Bekannten jetzt immer ihre teuren Designer-Regale an die Wand d?beln. In der neuen Neon stand jetzt sogar, dass Frauen sich eigentlich ?berhaupt keine M?nner w?nschen, die heimwerken k?nnen, sondern solche, die zuh?ren und mitf?hlen k?nnen. Toll, hatte meine Mama also vollkommen Unrecht. Aber vielleicht haben die Neon-Redakteure das nur in ihre Zeitschrift geschrieben, weil sie Angst haben, dass sie mit ihren unbegabten H?nden nie in der Lage sein werden, auch nur einen Nagel gerade reinzuhauen und daher bestimmt nie ne Frau abkriegen. Also verbreiten sie ?ber ihre Postille irgendwelche Heinwerker-feindliche Schmutz-Propaganda. Neid, purer Neid!

19.2.06 18:47





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